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Pferdezucht
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Pferdezucht im Wandel Die Pferdezucht befindet sich aktuell im Wandel. Die ursprünglich regional begrenzte bäuerliche Zucht entwickelt sich zu einem internationalen Zuchtgeschehen, indem sportlich orientierte Anpaarungen in den Fokus rücken. Das bis zu den 1990er Jahren vorherrschende traditionelle Deckgeschehen wird in der heutigen Reitpferdezucht in einem immer stärkeren Ausmaß durch biotechnologische Methoden ergänzt. Gewinnung, Konservierung und Versand von Hengstsperma über weite Strecken erfordern eine intensivere
reproduktionsmedizinische Betreuung der Stute, gegenüber den traditionellen Methoden der natürlichen Paarung.
Die Fruchtbarkeit wird von zahlreichen Einflussgrößen bestimmt. Neben Managementfaktoren wie Haltung, Fütterung, Saison- oder Jahreszeiteffekten, Ermittlung des optimalen Besamungstermins und -intervalls, Belegungsart und die Art der Spermakonservierung.
Die Spermatiefgefrierung und -lagerung in flüssigem Stickstoff bei -196°C ermöglicht aufgrund der Lagerungsfähigkeit tiefgefrorenen Spermas die weltweite Zuchtnutzung, die nicht auf die Lebenszeit der Hengste begrenzt ist.
Bei der konventionellen Samenübertragung wird der Samen - ähnlich dem natürlichen Deckakt des Hengstes - im Gebärmutterkörper abgesetzt. Diese Technik stellt bei herkömmlicher Besamungsdosis eine kostengünstige, schnelle Methode mit geringer Traumatisierung der Gebärmutterschleimhaut und guten Erfolgsaussichten dar.
Grundsätzlich sollte bei der Anpaarung und dem Zuchtziel nicht nur auf leistungsorientierte Merkmale geachtet, sondern zunehmend eine Selektion unter Berücksichtigung von Gesundheitsmerkmalen erfolgen.
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Zucht einer eigenen Linie Erfolgreiche Pferdezucht hängt von mehreren Schlüsselfaktoren ab, die das Ergebnis erheblich beeinflussen. Die entscheidende Aspekte für die Pferdezucht sind das Alter und die Gesundheit der Stute sowie der Zeitpunkt und die Häufigkeit der Paarung. Die Fortpflanzungsfähigkeit einer Stute ist in einer bestimmten Altersgruppe am höchsten. Im Allgemeinen befinden sich Stuten im Alter zwischen vier und fünfzehn Jahren in ihrem besten Alter, um Nachwuchs zu bekommen. Jüngere Stuten haben möglicherweise kein vollständig entwickeltes Fortpflanzungssystem, während ältere Stuten möglicherweise eine verminderte Fruchtbarkeit haben.
Bevor man mit Zucht einer eigenen Linie beginnt, sollte man sich über die Hauptmerkmale und Eigenschaften der Linie einige Gedanken machen, die umsetzbar sein sollten.
Gedanken über die mögliche Hauptmerkmale einer neuen Linie:
- Freizeitpferd, Nutz- oder Gebrauchspferd (Kutschpferd, Rückepferd, ...)
- optimale Größe des Pferdes (Stockmaß)
- Exterieur der Pferde (Form und Aussehen: Kopf, Hals, Rumpf, Widerist, Rücken, Kruppe, Beine, Hufe, Fell, ...)
- Rumpf der Pferde (Quadrat-, Längsrechteck- und Hochrechteckpferde)
- Widerrist: Widerristhöhe und Form des Widerist (entscheidend für die Lage des Sattels)
- Ausdauer des Pferdes (wichtig bei Distanzpferden - 50-160 km, z.B. Mongolen Pony, Karbadiner, Achal Tekkiner)
- Sprungfähigkeit
- Temparament, Charakter, Veranlagung, Wesen (vorhandensein der natürlichen Instinkte, Schreckhaftigkeit, ...)
Hinweis: Die natürlichen Instinkte, kann man vor allem bei Pferden in halbwilder Haltung beobachten.
Für ein Freizeitpferd in der flachen Ebene z.B., wird man sich sehr wahrscheinlich für ein Recheckpferd entscheiden. Da nur ein Rechteckpferd hier in seiner schnellsten Gangart mit weitausladenen Bewegungsabläufen auftrumpfen kann. In einer stark hügeligen Landschaft dagegen, wird man die Eigenschaften eines Pferdes das zum Quadratpferd tendiert zu schätzen wissen. Ein Recheckpferd wird in dieser hügeligen Landschaft mit engen Waldwegen, möglicherweise zu schnell ermüden.
Genauso sind die Hufe wichtig. Die Pferdehufe für den vorwiegenden Einsatz in feuchten Gebieten (Camargue-Pferde, Exmoor-Pony, Connemara Pony, ...), müssen anders beschaffen sein, als die Hufe für steinige und trockene Gebirgslanschaften (Donpferd, Karabagh, Mustang, ...).
Für die Zucht der neuen Linie mit den erwünschten Merkmalen und damit auch die Einkreuzung von anderen Pferderassen und Linien, sollte man viel Zeit und Geduld mitbringen. Um die Zeit und Geduld nicht übermäßig zu strapazieren, kann man für die Zucht Linien auswählen die den gewünschten Merkmalen schon sehr nahe kommen.
Bei der Beschäftigung und der Umsetzung der Zucht einer neuen Linie, sollte man sich vielleicht über den nachfolgenden Spruch ein paar Gedanken machen.
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Ein gutes Pferd hat keine Farbe ...
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Für die Haltung und die Zucht einer neuen Linie sollten die zur Verfügung stehenden Gebäude, Trainingsflächen und Weideflächen, für die geplante Anzahl der Pferde ausreichend und geeignet sein. Bei den Weideflächen für die Pferde, rechnet man überlicherweise in unseren Breiten mit 1 Hektar Weidefläche pro Pferd.
Hinweis: Unausgewogene oder falsche Fütterung von Stute und Fohlen während der Aufzucht kann zu Fehlentwicklung führen, die sich teilweise erst im Erwachsenenalter bemerkbar machen.
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Quelle: Internet
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