Pillnitzer Weinberge

Die Pillnitzer Weinberge liegen direkt oberhalb von Schloss und Park Pillnitz und gehören zur Dresdner Elblandschaft. Hier oberhalb von Pillnitz über den Borsberg verläuft der südlichste Teil der so genannten Lausitzer Granitverschiebung, einer Linie, die in Zittau beginnt und von hier über Klotzsche in den Meißner Raum verläuft.

Die günstigen Durchschnittstemperaturen, gegenüber anderen Orten im Elbtal, wirkt sich für den Weinanbau positiv aus. Die Sonne geht am Morgen über den bewaldeten Borsberg auf und geht am Abend jenseits der Elbe am Freitaler Windberg unter. Die beachtliche Hangneigung erhöht die Wirkung der Sonne. Der den Weinberg einhegende Wald hält bei Starkregen die Sturzbäche zurück und gibt in trockenen Perioden immer noch genug Feuchte nach unten ab.

Die urkundliche Ersterwähnung des Weinbaus in Pillnitz liegt mehr als 600 Jahren zurück. Der Pillnitzer Weinberg hat eine Gesamtfläche von etwa 7 Hektar. Unter der Regentschaft des sächsischen Königs Friedrich August dem Gerechten, hat dieser Weingarten seine jetzige Gestalt erhalten – mit Reihenhäusern am Fuße des Weinberges, Wächterhäusern, Wegesystem für Transporte, Mauern, Treppen, über- und unterirdische Wasserläufen und einem Presshaus.

Eigentümer dieses inzwischen denkmalgeschützten Kulturgutes ist der Freistaat Sachsen, als »Erbe« des Königreiches Sachsen. Die Weinbaugemeinschaft »Weinberg Pillnitz e.V.«, ein Zusammenschluss von Freizeitwinzern, ist der Hauptpächter. Die eigentlichen Winzer sind Unterpächter von etwa 70 Parzellen.

Am Fuße des Hanges, von wo man bei guter Sicht den Kamm des Erzgebirges sehen kann, steht die Weinbergkirche »Zum Heiligen Geist«.